Katzen träumen gerne. … Obwohl, sie schlafen gerne und oft. Ich glaube nur daran, dass sie träumen. Und auch daran, dass sie so gerne träumen wie ich.
Ich liebe Katzen.
Deshalb nun hier ein paar Traumlogs.

Zur Erklärung vgl. das hier.
Für den Avatar vgl. das hier.

Wenn Du hier auch etwas zu meinen Träumen oder anderen Geschreibsel sagen möchtest, kannst Du das hier(Javascript) tun. Ich werde es dann freischalten; sobald ich Zeit habe.
26 May 12
Ignorance may be a crime, but being stupid is not. Instead, being stupid is the punishment.
— Nisio Isin, Bakemonogatari (jo), 2006.
22 May 12
The meaning [of a word] came along with it nonetheless. Words can be scary things. That kind of thing can become set whether you intended for it or not. You could call it the ‘soul of the word’, […].
— Nisio Isin, Kizumonogatari, 2008.
22 May 12
When you are alone for so long, you begin to think you are special. When you are alone, you are indeed not a part of the masses. However, you are merely not a part of them. That does not make you special. It’s almost laughable.
— Nisio Isin, Bakemonogatari (jo), 2006.
19 May 12

Die Katze.


Komm, schöne Katze, und schmiege dich
An mein Herz, halt zurück deine Kralle.
Laß den Blick in dein Auge tauchen mich,
In dein Aug’ von Achat und Metalle.


So oft dich mein Finger gemächlich streift,
Deinen Kopf und Rücken zu schmeicheln,
Und träumende Lust meine Hand ergreift,
Die magnetischen Glieder zu streicheln,


Schau ich im Geist meine Frau. Der Strahl
Ihres Blicks, mein Tier, gleicht dem deinen,
Ist tief und kalt wie ein schneidender Stahl.


In schmiegsamem Spiel haucht den feinen,
Gefährlichen Duft, wie Schmeichelgruß,
Ihr brauner Leib von Kopf zu Fuß.

— Charles Baudelaire, Blumen des Bösen, Leipzig, 1907, S. 26-27.

(Source: zeno.org)

15 May 12
Das Merkmal einer guten Welt ist es, dass Naivität weder gewöhnlicherweise bestraft noch notwendigerweise belohnt wird.
13 May 12
Ich kann so solidarisch oder unsolidarisch sein, wie ich will, mitmachen oder nicht mitmachen, wie ich will. Gerade diese Freiheit ist kostbar – kostbarer noch als die Freiheit, wählen zu gehen, zu reisen oder studieren zu können, was ich will. Nicht mitmachen müssen, sich dem Gemeinsinn und der Solidarität entziehen können, das ist gerade der Unterschied zwischen einer freien und einer totalitären Gesellschaft.
http://starke-meinungen.de/blog/2012/05/08/freiheit-die-er-meint-joachim-gaucks-kritik-des-liberalismus/
08 May 12
Es wäre also in der Tat hilfreich, dass Grundgesetz nicht auch noch christlich-jüdisch zu taufen, wie der Rechtsphilosoph Ernst-Wolfgang Böckenförde bemerkt hat. Denn damit schwächt man gerade den Rechtsgehorsam.
http://www.taz.de/!66492/
19 Apr 12
Religionsfreiheit ist eben nicht die Freiheit einer Religion, von jedermann zu verlangen, was ihre Vorstellungen für erstrebenswert halten. Und zur Not die Menschen mit einem Bannstrahl zu strafen oder zu steinigen. Religionsfreiheit ist die Freiheit von Religionen. Sie sind Privatsache, aber nicht Sache des Staates.
http://starke-meinungen.de/blog/2012/04/15/religionsfreiheit-ist-nicht-freiheit-der-religionen-sondern-die-freiheit-von-der-religion/
08 Mar 12
‘One of them is a success story […] and the other is a goddamned horror story.’ Actually, neither was a story at all. Like most people, they had lived through a series of episodes, most of which were frustrating and unsatisfactory.
— Len Deighton, Winter, S.4.

(Source: scilogs.de)

14 Dec 11
Achja, nach einer Sache werde ich natürlich schon immer gefragt: Warum sind in der Piratenpartei eigentlich so wenig Frauen?
Jeder fragt mich das. In jedem Interview. Nur mich, nicht meine männlichen Kollegen.
Warum in der Piratenpartei so wenige Frauen sind? Weil in der Politik so wenige Frauen sind! Und noch weniger in Ämtern. Warum? Weil die Zeitungen über sie nur berichten, was sie an haben, oder Heldenstories mit ihnen machen, wie sie sich als Frau durchschlagen. Weil sie erst auf politischer Linie total versagen müssen, ehe man anfängt, über das Inhaltliche zu sprechen. Weil sie unweiblich sein müssen, weil man sonst über ihre Frisuren spricht. Deshalb!
Ich bin in der Piratenpartei nie Sexismus begegnet. Ich habe nicht an Sexismus geglaubt. Aber das hier ist er.
http://www.marinaslied.de/?p=675
14 Oct 11
Die holistische und pragmatische Grundhaltung dieser Autoren [, Quine und Sellars], die sie mit dem späteren Wittgenstein verbindet, macht jene Denkrichtung innerhalb der analytischen Philosophie aus, die ich zu erweitern suche. Erweitert man sie in bestimmter Weise, so wird man, wie ich zeigen werde, Wahrheit nicht mehr als “genaue Darstellung der Wirklichkeit”, sondern - in einer Formulierung von William James - als dasjenige verstehen, “was zu glauben für uns besser ist”. Oder weniger provokativ gesagt, Sellars und Quine zeigen uns, daß die Rede von “genauer Darstellung” nichts als ein leeres automatisches Kompliment ist, das wir solchen Auffassungen machen, die uns erfolgreich zu tun verhelfen, was wir zu tun wünschen.
Richard Rorty, “Der Spiegel der Natur: Eine Kritik der Philosophie”, 1. Aufl., Frankfurt am Main, 1981, S. 20f.
11 Oct 11
Es ist unsere Entscheidung, dass wir Widersprüche nicht akzeptieren, sie wo immer sie auftauchen, wegzuerklären versuchen, ebenso wie es unsere Entscheidung ist, alles Geschehen in der Natur als durch gesetzmäßige Zusammenhänge geordnet zu denken. Mag sein, dass die Welt ein Chaos ist, ohne Ordnung, ohne Struktur. Aber von einem Chaos kann man sich kein Bild machen, auch nicht das einer naturwissenschaftlichen Theorie. Wenn die Kohärenzhypothese nicht wahr ist, dann wäre dies im Grunde das Ende der Wissenschaft. Von der Wahrheit oder Falschheit einer Theorie könnte man nicht mehr sprechen. Zwischen konkurrierenden Theorien wäre nur noch nach rein praktischen Gesichtspunkten zu entscheiden.
Maria Elisabeth Reicher, “Referenz, Quantifikation und ontologische Festlegung” in der Reihe “Philosophische Analyse” im Band 10, kostenlos beziehbar über: http://www.ontoslink.com/
25 Jul 11
Wir fuhren gemeinsam in einem Auto. Auf dem Weg lag ein Bordell. Planmäßig wollten wir eigentlich nicht dorthin. So war dir auch unangenehm, dass du gerade keine Kondome bei dir hattest. Ich konnte dich aber beruhigen, dass die dort arbeitenden Menschen gewiss selbst Kondome vorrätig haben; schon allein, weil sie zu ihrer eigenen Sicherheit den eigenen Kondomen eher als von Kunden angeschleppten Kondomen vertrauen dürften. So beruhigt nahmst du dann wohl die Dienstleistungen dort in Anspruch. Dazu kann ich allerdings nichts Genaueres sagen, denn ich hatte anderes zu erledigen. Aber vielleicht kannst Du mir ja berichten, wie es im Bordell weiterging?

Ich jedenfalls traf meine Englischlehrerin dann in einem Klassenraum. Ich unterhielt mich erst mit anderen Anwesenden, bevor ich zu ihr ging. Sie war ziemlich enttäuscht, weil ich in meiner Englischarbeit mittendrin recht abrupt plötzlich nur noch Unleserliches hingeschmiert hatte und auch nicht, nicht einmal jetzt gleich zu ihr gekommen war, um dies zu erklären. Mir selbst war aber gar nicht klar, dass ich das getan hatte (sie zeigte mir es in der Arbeit allerdings, es stimmte also). Ich muss wohl während der Arbeit einen Schwächenanfall, zumindest psychischer Natur gehabt haben, ohne dass es mir bewusst geworden wäre.
— Ein Freund träumte von mir. Er berichtete mir von diesem Traum.
01 Jul 11

Frierendes Wesen

Ich durchquerte den Park Franz-Hals-Platz in Berlin von Süden nach Norden. Es hatte geschneit und war kalt. Ich war in einer Gruppe unterwegs. Wir befanden uns auf einer vagabundierenden Reise ohne ein bestimmtes Ziel. Als wir das nördliche Ende des kleinen Parks erreichten, hielten wir an, um bald die Straße zu überqueren.

Wir setzten uns und sogleich setzte auch Plausch ein. Wie üblich beteiligte ich mich daran nicht, sondern betrachtete die Umgebung. Da fiel mir ein komisches Tier in meiner Nähe auf. Ich konnte es nicht sogleich identifizieren. Erst musste ich an einen Maulwurf denken: dafür war er aber zu groß. Dann kam mir ein Igel in den Sinn: dafür fehlte ihm aber das bewährte Stachelkleid. Es war deshalb ein eher menschenähnlich, da nacktes Tier. Bis auf wenige Fellfetzen hatte sich der arme Kerl scheinbar sein Fell abgekratzt und abgeschabt. Ich war mir sicher, dass es darauf zurück zu führen ist. Obwohl ich den Ursprung für diesen leidschaffenden Juckreiz nicht kannte, war ich mir sicher, dass ihm keine Schuld trifft. Denn es ist doch nur ein Tier. Die übrig-gebliebenen Haarbüschel waren weiß. Daran und anhand des klar erkennbaren Körperbaus schloss ich mit Gewissheit auf die Gattung Schneefuchs.

Er fror sichtlich. Er fror verständlicherweise. Er nieste. Er litt. Er gab ein Fiepen von sich. Ich streichelte ihn mit meiner warmen Hand. Er drückte sich zitternd dagegen. Er rollte sich gegen meinen Körper um sich zu wärmen. Ich war mir nicht sicher, ob es half oder reichte. Ich war mir sicher, dass er leben würde.

Nach einer Weile machte sich Aufbruchstimmung breit. Auch der frierende Schneefuchs regte sich. Wie ein Maulwurf begann er sich nun im Schnee zu vergraben. Er hatte Eisgänge kurz unter der Schneedecke. Wohl ist es darunter wärmer, da die Luft sich weniger gut mit der Umgebung austauscht. Die Schneedecke ist dünn und die Gänge stürzen an bestimmten Stellen ein. Ich muss an meine Ratten denken, wie sie sich durch Zeitungsschnipsel gewühlt haben. Obwohl sie es versuchten, konnten sie sich nie völlig darunter verstecken. Dafür bedauere ich sie. Womöglich hätten sie es anders wärmer gehabt.

21 Jun 11
Meanwhile on Tumblr: Katzenschießen.

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